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Osteoradionekrose

Osteoradionekrose ist ein bösartiger Tumor im Mund, der von einer Strahlenbehandlung verursacht wird.

Ursache für Osteoradionekrose

Bei einer Bestrahlung mit einer Dosis von mehr als 60 Gy (hier genannte Strahlenmenge und Energie/Zeit) kommt es in 5-10% aller Behandlungsfällen zu einer Osteoradionekrose (Absterben von Knochengewebe) am Kiefer

Durch die Energiemenge, die auf das Tumorgebiet einwirkt, nehmen kleine und kleinste blutführende Gefäße (Kapillaren) Schaden. Diese Form der Gefäßschädigung macht sich in aller Regel nicht sofort bemerkbar, sondern geht in einen schleichenden Prozess über, der oft erst nach Jahren Auswirkungen zeigt.

Diese Veränderungen treten öfter am Unterkiefer als am Oberkiefer auf.

Der Grund ist im Unterschied der Gefäßdichte und Gewebedichte zu sehen. Ein weiterer Grund ist die Immunabwehrschwäche bzw. Trägheit, der das bestrahlte Gewebe anheim fällt.

Keime können sich einnisten und je nach Aggressivität zu mehr oder weniger schnell verlaufenden Infektionen bis hin zum Gewebsuntergang führen.

Behandlung von Osteoradionekrose

  1. Chirurgisch: Das abgestorbene Gewebe muss chirurgisch entfernt werden, was häufig zu einer massiven Schädigung bzw. Reduktion des Kieferknochens führt. Sprachstörungen, Probleme bei der Nahrungszerkleinerung bzw. aufnahme sind die Folge.
  2. Hyperbare Sauerstoff Therapie: Durch die sofortige massive Verbesserung der Sauerstoffzufuhr und die durch die Behandlung hervorgerufene Gefäßneubildung ist die Sauerstoffüberdrucktherapie in der Lage, betroffenes, aber noch nicht abgestorbenes Gewebe zu retten.