Strahlenzystitis

Strahlenzystitis = Entzündliche Veränderung der Harnblase.

Wie entsteht eine Strahlenzystitis ?

Bei einer Bestrahlung des kleinen Beckens zur Behandlung eines Tumors bei Gebährmutterkrebs und Enddarmkrebs oder zur Bestrahlung von Knochenmetastasen (Tochtergeschwulste am Knochen) bei Prostata-und Harnblasenkrebs kann es zu einer Schädigung des Harnblasengewebes führen. Man findet entzündungsbedingte Verschlüsse (Endarteriitis obliterans) der Kapillaren (kleinste Blutgefäße) im Blasengewebe. Als Folge der verringerten Durchblutung kommt es zu offenen Geschwüren und narbigen Veränderungen in der Blase. Das kann zu heftigen Blutungen und anderen mit dem Wasserlassen verbundenen Problemen führen.

Was kann die Sauerstoffüberdruckbehandlung bewirken?

Da die Probleme durch eine Minderdurchblutung hervorgerufen werden und damit einen Sauerstoffmangel bewirken, kann eine Verbesserung der Sauerstoffzufuhr die Heilung herbeiführen. Der unter Überdruck geatmete Sauerstoff reichert sich auf Grund physikalischer Begebenheiten auch im sauerstoffunterversorgten Gewebe an, und provoziert eine Wundheilung. Eine der Wirkweisen des Sauerstoff unter Überdruck ist die Gefäßneubildung, was einer Langzeitwirkung gleichkommt. Die Heilungschance liegt bei rund 85%.

Wie oft muß die Sauerstoffüberdrucktherapie angewendet werden?

Hier geht man von 20 Therapiesitzungen (pro Tag eine) aus. Eine Therapiesitzung dauert jeweils 135 Minuten.