Sportverletzungen
Sportverletzung: Überdehnungs- und Muskelverletzungen
Zur Anwendung der HBO bei Überdehnungsverletzungen liegen aktuell zwei Veröffentlichungen vor. Die Autoren konnten aus den Ergebnissen folgern, dass unter HBO-Bedingungen die Heilung von Muskelüberdehnungen beschleunigt und die Funktionalität der verletzten Muskulatur verbessert wird. Die Zeitersparnis bezüglich der zu erwartenden Ausfallzeit beträgt ungefähr 70%. Die HBO reduziert bei solchen Verletzungen das bestehende Ödem und oxygeniert das Gewebe.
Weiterhin wurden in diesem Jahr neue Untersuchungsergebnisse vorgestellt, die belegen, dass die HBO, insbesondere in der Frühphase einer Muskelverletzung, bei Leistungssportlern zu einer schnelleren und wirksameren Regeneration des verletzten Gewebes führt.
Sportverletzung: Prellungen
Unter HBO-Behandlungen bei Prellungen wurden die Ödemgröße, die Farbveränderungen der Haut (als Zeichen für ein Hämatom) und die Beweglichkeit gemessen. In einer aktuellen Studie konnte nach sieben HBO-Behandlungen kein Ödem mehr nachgewiesen werden, es kam zur Hämatomreduktion, und die Schmerzintensität wurde nach nur fünf Behandlungen als schwach eingestuft.
Sportverletzung: Bänderverletzungen
Zur Wirkung der HBO bei dieser Verletzungsart sind zahlreiche Studien durchgeführt worden. Viele Ergebnisse sind aufgrund eines fehlenden Vergleichs mit einer Kontrollgruppe nur eingeschränkt aussagefähig. Ein Mechanismus der HBO ist die vermehrte Kollagenbildung in den heilenden Bändern, andere Ansätze halten den antiödematösen Effekt für die beschleunigte Rehabilitation für ausschlaggebend.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Wunden oder verletztem Gewebe durch der Unterbrechung der vaskulären Kontinuität (Gefäßversorgung) und der Bildung eines als Diffusionsbarriere wirkenden Ödems die Sauerstoffversorgung eingeschränkt ist.
Heilendes Gewebe weist einen erhöhten Sauerstoffbedarf auf, das Wundmilieu ist durch eine Hypoxie (Sauerstoffmangel) gekennzeichnet.
Für die Prozesse der Wundheilung ist Sauerstoff eine Grundvoraussetzung.
Hyperbare Sauerstofftherapie kann die in den Wunden vorliegende Hypoxie kompensieren und eine deutliche Anhebung der Sauerstoffpartialdrücke bewirken.




