Wundheilstörungen
Wundheilstörungen
Zur Heilung einer bestehenden Wunde setzt der menschliche Körper eine Wundheilungskaskade in Gang, die – grob vereinfachend dargestellt – aus 4 Stufen besteht:
- Sofortmaßnahme des Körpers: Verschließen der Wunde nach außen. Das wird erreicht durch die Blutgerinnung, die quasi einen eigenen Wundverband durch einen Blutpfropfen erzeugt.
- " Keine Wundheilung ohne Entzündung ". Das betroffene Areal und die unmittelbare Umgebung der Wunde schwellen an und werden vermehrt durchblutet.
- Reparaturmechanismen werden wirksam. Gefäße werden neu gebildet, Nervenenden wachsen in das betroffene Gebiet ein, zerstörtes und abgestorbenes Gewebe wird abtransportiert, Ersatzgewebe ( Narbengewebe ) wird produziert .
- Rückbildung der "Entzündung".
Nekrose
Die Nekrose ist das Endstadium einer Wundheilungsstörung oder die direkte Folge von Verletzungen oder Infektionen. Mögliche Ursachen für Nekrose sind:
Diabetischer Fuß
In Deutschland haben rund 300 000 Menschen mit Diabetes aktuell Verletzungen an ihren Füßen, pro Jahr kommen ca. 120 000 dazu. Diese Zahlen teilte die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft mit.
Nicht zu unterschätzen: Jeder zweite Diabetiker ist Risikopatient für die Entwicklung des Diabetischen Fußsyndroms (DFS).
Mit dem Diabetes mellitus ( Zuckererkrankung ) geht häufig eine Nervenstörung mit Empfindungs-Verlust ( Polyneuropathie ) einher. Dadurch wird
- ein Erkennen von schmerzhaften Druckstellen am Fuß oft verhindert.
- Verletzungen werden nicht "empfunden" und können sich entwickeln.
- Infektionen mit Bakterien breiten sich unentdeckt durch Schmerzreize aus.
Durchblutungsstörungen, hervorgerufen durch "Zusinterung" insbesondere in den kleinen bis kleinsten Gefäßen, begünstigen eine Wundentwicklung bzw. verhindern eine Wundabheilung. Diese Wunden sind oft relativ therapieresistent, das heißt schwer zu behandeln. Häufig ist eine Amputation oder Teilamputation der betroffenen Gliedmaßen erforderlich.
Ulcus Cruris ("offenes Bein")
Beim Ulcus cruris, dem sogenannten „offenen Bein“ handelt es sich um ein schlecht heilendes Geschwür am Unterschenkel, für das folgende Krankheiten verursachend sein können:





